Neurodermitis

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine chronische Hauterkrankung aus dem atopischen Formenkreis und tritt deshalb häufig gemeinsam mit Heuschnupfen oder Asthma auf. Etwa 10-20% der Kinder und 2-3% der Erwachsenen leiden an dieser Erkrankung, bei welcher genetische Faktoren eine bedeutende Rolle spielen. Das Risiko eines Kindes an Neurodermitis zu erkranken beträgt 50% bzw. 75% wenn ein oder beide Elternteil(e) von einer Krankheit aus dem atopischen Formenkreis betroffen sind.

Symptome der Neurodermitis

  • Während sich Lokalisation und Morphologie des Ekzems häufig unterscheiden und in den verschiedenen Lebensabschnitten sogar ändern, beschreiben alle Patienten einen charakteristischen anfallsartigen, quälenden Juckreiz.
  • Häufig besteht zudem eine Wollunverträglichkeit.

 

Diagnose

Neben dem typischen klinischen Erscheinungsbild und einer ausführlichen Befragung der Patienten bezüglich der eigenen und familiären Vorgeschichte bzw. Veranlagung, kommt der körperlichen Untersuchung eine entscheidende Bedeutung zu.

Besondere Merkmale sind typisch für Patienten, die an einer atopischen Dermatitis leiden:

  • Hertoghe-Zeichen (dünne, lichte äußere Augenbrauen)
  • Dennie-Morgan-Falte (Querfalte parallel zum Unterlid)
  • weißer Dermographismus usw.

Prävention von Neurodermitis

  • Säuglinge sollten 6 Monate voll gestillt und erst anschließend mit Beikost versorgt werden.
  • Rauchen während der Schwangerschaft und Raucher im Haushalt erhöhen das Risiko für Kinder an einer Neurodermitis zu erkranken.
  • Bei bekannten Allergien, sollten die Auslöser wenn möglich gemieden oder reduziert werden.

Infektionen bei Neurodermitis

Komplikationen einer Neurodermitis können in Form von viralen und bakteriellen Infektionen der Haut vorkommen und bedürfen dringend einer hautärztlichen Behandlung.

 

Therapie bei Neurodermitis

Ein wichtiger Baustein in der Therapie des atopischen Ekzems ist die konsequente rückfettende Pflege der Haut (durch Duschgel, Bodylotion, usw.). Bei einer akuten Verschlechterung der Erkrankung stehen verschiedene lokale und auch systemische Therapeutika zur Verfügung. Manche Patienten profitieren auch von einer Behandlung mit UV-Licht.

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis über die für Sie geeigneten Therapiemaßnahmen.

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