Keine Krebsart zeigt eine schnellere Zunahme als der
Hautkrebs –ein Wachstum von über 7 % pro Jahr.
Was ist die Ursache? Sie liegt in erster Linie wohl darin,
dass sich die Menschen in den vergangenen Jahren immer unvorsichtiger
der Sonne ausgesetzt haben. Weitere Faktoren, wie Zunahme
der UV-Strahlung, etc. könnten eine zusätzliche
Rolle spielen.
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Wie zeigt sich ein beginnender Hautkrebs
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Welche Arten von Hautkrebsen gibt es?
Ausführliche Informationen finden Sie hierzu
unter dem Menüpunkt
DIAGNOSE im
Abschnitt Hautkrebs.
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Wer ist vor allem betroffen ?
Betroffen sind vor allem Menschen über 45 Jahren
und hellhäutige Menschen.
Jeder Sonnenbrand ist ein kleines Mosaiksteinchen auf dem
Weg zum begin-
nenden Hautkrebs. Aber auch „braungebrannte“
Typen können durch die jahre-
bis jahrzehntelange Einwirkung des Sonnenlichts solche Hautkrebse
bekom-
men. Hinzu kommt die Veränderung unserer Erdatmosphäre
(Ozonloch), die
die schädigenden ultravioletten Lichtstrahlen immer
ungefilterter auf die Erde
kommen läßt. So sind vor allem Menschen gefährdet,
die sich – oft ohne Licht-
schutz - viel im Freien aufhalten: Menschen, die viel im
Garten arbeiten, häufig
ins Solarium gehen, oder auch Landwirte, Segler, Tennisspieler,
Golfer usw.
Unvernünftig sind oft die blonden Menschen, die zwar
in der Sonne kaum braun
werden, aber um jeden Preis trotzdem „schön gebräunt“
sein wollen. Sie muten
ihrer Haut oft zuviel zu.
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Worin liegt die größte Gefährdung?
Insbesondere das letzte Drittel des Sonnenbades ist
eine große Belastung für die
Haut, der diese oft nicht gewachsen ist. Genau während
dieser Zeit entstehen oft
Zellveränderungen in der Haut, die irgendwann zum Krebs
führen. Das Sonnen-
schutzmittel (siehe unten) schützt zwar die Haut vor
dem Sonnenbrand. Das gilt
aber nicht für das letzte Drittel der Eigenschutzzeit
der Haut: hier kann das UV-
Licht trotzdem bleibende Schäden hinterlassen. Deshalb
ist es unbedingt ratsam,
die Zeit, die man ohne Sonnenbrand in der Sonne bleiben
kann, nur zu höchstens
zwei Dritteln auszunutzen. Wie lange das ist, hängt
ab von der individuellen Licht-
empfindlichkeit der Haut und vom Lichtschutzfaktor des Lichtschutzmittels.
Und
noch etwas ganz Wichtiges: lassen Sie
Ihre kleinen Kinder nicht ungeschützt
in die Sonne, insbesondere in die Mittagssonne! Dies
ist fahrlässige Körper-
verletzung. Denn es ist erwiesen, dass der bösartige
Schwarze Hautkrebs beson-
ders häufig bei Menschen auftritt, die Sonnenbrände
in ihrer Kindheit – besonders
bis zum 10. Lebensjahr - hatten.
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Wie kann ich mich schützen?
Das Wichtigste ist ein konsequenter Lichtschutz,
vor allem wenn man zu den Men-
schen gehört, die eine sonnenempfindliche Haut haben
oder sich viel im Freien auf-
halten: dazu gehören vor allem Vermeidung von Sonnenbädern,
besonders in der
Mittagszeit. Tragen von Hüten oder Mützen. Das
Problem ist, dass es die Sonnen-
schutzmittel auch hellhäutigen und sonnenempfindlichen
Menschen erlauben, sich
in unvernünftiger Weise der Sonne auszusetzen. Selbst
wenn sie keinen Sonnen-
brand (durch UV-B-Strahlen ausgelöst) bekommen, sind
sie doch den langwel-
ligeren UV-A-Strahlen ausgesetzt, welche die Hautalterung
beschleunigt und nicht
nur Lichtschäden, sondern auch Hautkrebs auslösen
kann. Insbesondere die älteren
Sonnenschutzcremes enthalten manchmal nur UV-B-Filter und
schützen somit nur
vor Sonnebrand. Sehr wichtig ist somit die Anwendung von
Lichtschutzcremes nicht
nur mit einem UV-B-Filter zwischen 40 und 100, sondern auch
mit einem UV-A-Filter
von mindestens 10.
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Die Haut vergisst nichts
Mit diesen Maßnahmen sollte man nicht erst
anfangen, wenn schon ein Hautkrebs
aufgetreten ist, sondern schon viel früher, am besten
von Kindheit an. Denn: es
braucht meist 10-20, manchmal auch 30 Jahre, bis sich nach
den Lichtschäden der
Hautkrebs entwickelt. „Die Haut vergisst nichts:“
Mit der Summe kleinster Schädi-
gungen bilden sich allmählich freie Radikale in der
Haut, aus denen dann die Haut-
krebsvorstufen entstehen. Das heißt: wenn ich z.B.
60 Jahre alt bin, kann der aus-
lösende Lichtschaden schon 30 Jahre zurückliegen.
Das heißt weiter: selbst wenn
ich mich überhaupt nicht mehr der Sonne aussetze, kann
ein erst 10 oder 20 Jahre
zurückliegender Lichtschaden einen neuen beginnenden
Hautkrebs in einigen Jahren,
vielleicht an einer anderen Hautstelle auslösen.
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Weitere Schutzmaßnahmen?
Durch gezieltes dermatologisches „Peeling“
der Haut kann man beginnende Krebs-
vorstufen sehr effektiv quasi „abschälen“
und gleichzeitig die Haut straffen, verjüngen
und glätten. Zusätzlich werden in neuester Zeit
auch sogenannte „Radikalfänger“
eingesetzt: Substanzen wie die körpereigene Liponsäure,
die in Form von Cremes
oder Tabletten die krebsauslösenden freien Radikale
in der Haut abfangen bzw. un-
schädlich machen sollen.
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Wie wird der Hautkrebs behandelt?
Dies hängt ganz von der Art und dem Stadium
des Hautkrebses ab. Die Einteilung
der Hautkrebse finden Sie hierzu ausführlich unter
dem Menüpunkt
DIAGNOSE
im Abschnitt Hautkrebs. Ganz allgemein kann man sagen:
- Schwarzer Hautkrebs („Malignes
Melanom“) und seine frühen Stadien
bzw. Vorstufen (Melanoma in situ, dysplastischer Naevus):
Hier ist medizi-
nisch nur die Operation mit dem Skalpell angezeigt (Info
siehe unter Haut-
krebs-OP)
- Dasselbe gilt für den Stachelzellkrebs
(invasiv wachsendes Spinaliom
bzw. Spinozelluläres Karzinom): OP
- Basalzellkrebs (Basaliom):
In der Regel gilt auch hier die OP als Therapie
der Wahl. Jedoch mit einer Ausnahme: Flache Basalzellkrebse,
auch Rumpf-
hautbasaliome können sehr gut mit der Photodynamischen
Therapie (siehe
weiter unten bei 4.e) narbenlos geheilt werden.
- Der beginnende Stachelzellkrebs (Spinozelluläres
in-situ-Karzinom) vom Typ
der Solaren Keratosen ist nicht nur die am häufigsten
vorkommende Haut-
krebsart. Für sie gibt es auch die meisten Behandlungsmöglichkeiten:
a. Aggressive örtliche Behandlung
mit Salben oder Pflastern, die die
in-situ-Carcinome
(leider oft auch die benachbarte gesunde Haut) quasi
„verbrennen“ sollen.
b. Früher wurde hauptsächlich die elektrische
Schlinge verwendet, um die
beginnenden Hautkrebse durch Hitze örtlich „wegzubrennen“.
Diese Met-
hode ist jedoch wegen der entstellenden weißen Narben
heute nicht mehr
zeitgemäß.
c. „Flüssiger
Stickstoff“ (Kryochirurgie). Durch den Einsatz
eines Kälte-
sprays (minus 196 Grad C) werden die entsprechenden Hautstellen
vereist;
die veränderten Hautzellen sterben ab. Das Problem
dieser Behandlungs-
methode liegt darin, dass das Ausmaß der Kälteschädigung
der Haut von
vielen Faktoren abhängt. Vereist man zu kurze Zeit,
bleibt die Behandlung
wirkungslos, vereist man zu lange, um „auf Nummer
Sicher zu gehen“, kön-
nen sich an den behandelten Stellen Blasen und langsam
heilende Ge-
schwüre oder Narben bilden.
d. Laserbehandlung mit dem Erbium-Laser.
(mehr zu Hautkrebs/Laser)
Diese
hat sich in den letzten Jahren zur mikrofeinen Abtragung
von begin-
nenden Hautkrebsen als eine sehr elegante, schonende und
gleichzeitig
sehr sichere Methode mit sehr guten aesthetischen Resultaten
etabliert.
e. Dies gilt auch für die Photodynamische
Therapie. Sie kann durch ihr
Licht nicht nur beginnende Stachelzellkrebse vom Typ der
Solaren Kerato-
sen, sondern auch flache Basalzellkrebse narbenlos und
ohne operativen
Eingriff heilen (mehr
zu Hautkrebs/Photodynamische).
Weiter
zu Hautkrebs-OP >>
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